...so erklang damals zur Gründung der RKG Rather Aape das Schlachtlied, und so klingt es heute noch, wenn die Gesellschaft aufzieht.
Am 18.01.1950 beschloss in der Gaststätte Kaiserhof ein Kreis von Stammgästen, der sich hauptsächlich aus Rather Geschäftsleuten und Angestellten der Firma Mannesmann zusammensetzte, eine eigene Karnevalsgesellschaft für den Stadtteil ins Leben zu rufen. In Anlehnung an den in Rath gelegenen Aaper Wald (keltisch, apa=Wasser, Feuchtgebiet) lag es durch die Düsseldorfer Mundart nahe, das Motiv des Affen als Wappentier zu wählen. Einstimmig wurde deshalb die Karnevalsgesellschaft „RKG Rather Aape“ getauft.
Bereits am 31.01.50 fand in der Vereinsgaststätte Kaiserhof unter der Leitung des 1.Vorsitzenden und Präsidenten Robert Mischke die erste Karnevalssitzung statt, welche am 21.02.50 auf vielfachen Wunsch wiederholt wurde. Das Programm wurde ausschließlich mit Darbietungen aus den eigenen Reihen gestaltet. Die Veranstaltungen erhielten einen riesigen Zuspruch aus der Bevölkerung, und die Gesellschaft erlebte einen Aufschwung, den keiner erwartet hatte. 1951 wurden wegen der großen Nachfrage 2 Sitzungen im Rather Stern-Kino abgehalten, hier fanden jeweils 550 Personen Einlass. Am 15.01.1952 wurde durch den Karnevalsausschuss der Stadt Düsseldorf die Bannerweihe vorgenommen. Am 26.02.52 kürten die „Aape“ ihr erstes Waldgrafenpaar Franz I. + Thea I.
1953 führten die „Aape“ u.a. erstmals Veranstaltungen im katholischen Vereinshaus durch, hier hat die Gesellschaft auch heute noch ihren Narrentempel. Im gleichen Jahr wurde auf dem ersten selbst gebauten Karnevalswagen am Rosenmontag durch die Düsseldorfer Straßen gefahren.
Viele junge Talente, wie Wolfgang Reich, Kurt Poschinger, Bernd Ebenau oder der damals erst sechzehnjährige Horst Schlag, wagten bei den „Aape“ die ersten Schritte in die Bütt. Auch das „Aape-Quartett“ begeisterte in den 70er Jahren mit seinen Parodien und frechen Liedertexten das Publikum im ganzen Umland.
Närrische Kontakte über die Landesgrenzen hinaus knüpfte die Gesellschaft mit der französischen Stadt Louviers und übernahm die Patenschaft für den Karnevalssverein Grün-Weiß Milwaukee/Kanada. In den 60er und 70er Jahren eröffneten die „Aape“ regelmäßig am 11.11. bei Radio Luxemburg die Session über den Äther. 1967 wurde der Chefsprecher Camillo Felgen zum Ehrensenator der Gesellschaft ernannt.
Soziales Engagement war den „Aape“ immer wichtig. Gleich nach der Gründung wurde über 20 Jahre lang für die Kriegsbeschädigten-Ortsgruppe Rath- Mörsenbroich Karnevalssitzungen abgehalten und im Sommer Ausflugsfahrten organisiert. Seit je her besucht die Gesellschaft regelmäßig Altenheime und Altenclubs und veranstaltet Senioren- sitzungen.
Rund um das Jahr pflegen die „Aape“ mit Sommerfesten,Weihnachtsfeier, Richtfest, etc. Familienleben, und wenn in Rath Schützenfest ist, reiht sich die Gesellschaft regelmäßig in den Eröffnungsfestzug ein. Unvergesslich ist der Auftritt der „Aape“ im Jubiläumsumzug zum 50-jährigen Bestehen des Rather Bürgerschützenvereins. Verstärkt durch eine Abordnung unserer französischen Freunde aus Louviers marschierte die Gesellschaft in historischen spanischen Kostümen, die vom Düsseldorfer Opernhaus zur Verfügung gestellt worden waren, durch die Straßen von Rath.
Ebenso ein Zeichen für die freundschaftliche Verbundenheit von Sommer- und Winterbrauchtum in unserem Stadtteil war die Ernennung des 1.Schützenchefs Klaus-Peter Dahmen zum Ehrensenator der Gesellschaft.
Auch gehören einige „Aape“ als aktive Mitglieder verschiedener Kompanien dem Rather Schützenregiment an.
Heute zählt die Gesellschaft 83 Mitglieder. Einen erfreulich hohen Anteil hält hierbei die Jugend. 11 Kinder und 6 Paginnen bilden den jecken Nachwuchs.
Das Motto der „Rather Aape“ lautete einst wie jetzt: „Freude geben , Freude nehmen !“
Auch wenn es in der heutigen Zeit, bedingt durch ein verändertes Freizeitverhalten, schwieriger geworden ist, die Menschen für den Karneval zu begeistern, bleibt es für uns die größte Verpflichtung, unserem tollen Publikum stets die beste jecke Unterhaltung zu bieten.
In diesem Sinne wollen wir mit unseren Freunden und Gönnern noch viele jecke Jahre verbringen.